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Kniespiegelung (Kniearthroskopie)

Die Arthroskopie des Kniegelenks hat sich als minimalinvasiver Eingriff für die Behandlung zahlreicher Verletzungen im Knie etabliert. Idealerweise wird dieser schonende und dabei effiziente Eingriff von einem Chirurgen vorgenommen, der viel Erfahrung mit der auch „Kniespiegelung“ genannten Operation vorweisen kann. Gegenüber einer offenen Operation bestehen wichtige Vorteile für den Patienten, beispielsweise der beschleunigte Heilungsprozess.

Präzise Diagnostik und Operation

Die Kniespiegelung wird sowohl zur detaillierten Diagnosestellung als auch zur Operation diverser Beschwerdebilder und Verletzungen eingesetzt. Zwei bis drei sehr kleine Einschnitte von nur wenigen Millimetern Länge genügen, um die benötigten Instrumente einzuführen. Damit der Chirurg trotzdem freie Sicht auf die zu operierenden Gewebestrukturen hat, wird in eines dieser Löcher ein frei beweglicher Schlauch mit Kamera eingeführt, das Arthroskop.

Häufig werden arthroskopische Operationen daher auch als Schlüsselloch-Chirurgie bezeichnet. Bei der früher üblichen offenen Operationsmethode hingegen waren noch wesentlich größere Einschnitte erforderlich, sodass mehr umliegendes Gewebe verletzt wurde.

Arthroskopie – Schonend für den Patienten

Die Kamerabilder erlauben es dem Chirurgen, bei der arthroskopischen Knieoperation mit höchster Präzision vorzugehen. Für einwandfreie Bildqualität wird das Knie während der Operation mit Flüssigkeit durchspült. Eine kompetent durchgeführte Kniearthroskopie erhält so viel gesundes Kniegewebe wie möglich. Die Wunden durch die Operation und die kleinen Einschnitte verheilen schnell wieder, bleibende Narben sind in der Regel nicht zu befürchten.

Die bei jedem chirurgischen Eingriff nicht gänzlich auszuschließende Wahrscheinlichkeit für Komplikationen wie Infektionen ist im Vergleich zu den Operationen am offenen Knie stark vermindert.

Anwendungsbeispiele für die Kniearthroskopie:

  • Meniskusschäden
  • Knorpelschäden
  • Kreuzbandrisse
  • Narbengewebe
  • Freie Gelenkkörper
  • Entzündungen der Gelenkschleimhaut

Ein erfahrener Operateur benötigt in der Regel nur zwischen zwanzig und vierzig Minuten für eine Kniespiegelung. Je nach Umfang der Beschwerden kann der Eingriff ambulant durchgeführt werden. Eine Vollnarkose ist nicht in allen Fällen notwendig. Falls die Operation stationär im Krankenhaus durchgeführt wird, genügt meist ein zwei- bis dreitägiger Aufenthalt. Anschließend kann normalerweise schon wenige Tage später mit krankengymnastischen Übungen begonnen werden, um schnellstmöglich wieder die volle Beweglichkeit zu erreichen.

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Zuletzt aktualisiert am: 24.03.2022

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