Mit Kälte den Fettzellen zu Leibe rücken
Zur Beseitigung kleinerer Fettpolster eignet sich das schonende Verfahren der Kryolipolyse. Sie erfolgt ambulant und geht in der Regel mit wenig Nebenwirkungen einher.
Die Kryolipolyse ist ein medizinisches Verfahren, bei dem mithilfe von Kälte eine Reduzierung des Fettgewebes erreicht wird. Aufgrund des einwirkenden Kältereizes ziehen sich die Blutgefäße des jeweiligen Behandlungsgebietes zusammen, was zu einer Unterversorgung und schließlich dem Absterben von Fettzellen führt.
Diese Art der Behandlung ist bei relativ schlanken Menschen erfolgreich einsetzbar, die es trotz gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport nicht schaffen, hartnäckige, kleinere Fettpolster zu verlieren.
Dieses Kälteverfahren ist nicht für stark übergewichtige Personen geeignet, da sich das Fett nur in geringen Mengen reduzieren lässt. Bei Menschen mit einem BMI über 30 würde sich eine Fettabsaugung (Liposuktion) besser anbieten, da damit bis zu 75 % der Fettzellen entfernt werden können.
Eine Kryolipolyse sollte außerdem nicht an Körperstellen erfolgen, an denen die Haut beziehungsweise das Bindegewebe erkrankt ist oder sich Narben und Wunden befinden.
Weitere Kontraindikationen sind:
Mit diesem speziellen Kälteverfahren zur Fettreduzierung können vor allem folgende Körperstellen behandelt werden:
Vor der eigentlichen Behandlung muss immer ein Beratungsgespräch mit einem Arzt/einer Ärztin erfolgen. Dabei wird über dieses Verfahren des Fettabbaus genaustens aufgeklärt sowie die zu erwartenden Kosten besprochen.
Da die Kryolipoyse nicht invasiv erfolgt und keine starken Schmerzen auslöst, wird auf eine Betäubung des entsprechenden Bereichs verzichtet. Um jedoch die Haut vor zu starker Kälte zu schützen, wird sie mithilfe eines Gels und einer Membran geschützt.
Das Gerät wird auf die gewünschte Stelle aufgesetzt und erzeugt ein Vakuum, wodurch sich die Haut mitsamt Fett anhebt. Das Fettgewebe wird zwischen zwei Kühlplatten platziert und bis auf Minusgrade heruntergekühlt. Die Fettzellen sterben ab und werden über das Lymphsystem aus dem Körper abtransportiert.
Die Behandlung ist nicht-invasiv, was bedeutet, dass kein Hautschnitt erfolgen muss. Dadurch ist sie in der Regel schmerzfrei und hinterlässt keine Narben. Die Kryolipolyse erfolgt ambulant und ohne Narkose, weshalb ein Krankenhausaufenthalt nicht notwendig ist. Nach dem Verfahren kann sofort wieder am normalen Alltag teilgenommen werden.
Bei der Kryolipolyse können die Fettzellen um nur circa 25 % reduziert werden. Aufgrund des relativ geringen Effekts ist sie nicht für Menschen mit starkem Übergewicht geeignet. Bis heute sind außerdem noch nicht alle Spätfolgen ausreichend geklärt.
Nach der Behandlung kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:
Grundsätzlich hängt das Resultat der Behandlung vom Stoffwechsel und somit dem Abbau der abgestorbenen Fettzellen ab. Eine Sitzung allein reicht aber meist nicht aus, um eine zufriedenstellende Reduzierung der Fettzellen zu erreichen. Erst nach circa drei Monaten ist das Endergebnis erkennbar.
Um den Abtransport der Fettzellen zu unterstützen, hilft es, nach dem Verfahren viel zu trinken. Auch Lymphdrainagen und sanfte Massagen haben aufgrund der Anregung des Lymphflusses positive Auswirkungen auf den weiteren Verlauf.
Das Endresultat einer Kryolipolyse ist langandauernd. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich keine neuen Fettzellen bilden können. Um dies zu verhindern, muss auch nach dem Verfahren auf eine gesunde Ernährung, Ausdauer- und Muskeltraining geachtet werden.
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